4/365 Oliver Lambrecht, schorleblog.de hejasverige.de
Runde 4, heute mit Oliver Lambrecht.
sebsn.de: Wer bist du persönlich wenn du nicht vor dem Computer sitzt?
Oliver Lambrecht: Wenn ich nicht vor dem Computer sitze, bin ich Sohn, Freund, Kollege, Kumpel, Partner, Bruder und noch so einiges andere. Erst zweimal in mehr als vier Jahren bezeichnete ich mich auch als Blogger. Ich unterscheide mich also offline nicht unbedingt von der Person vor dem Computer.
sebsn.de: Wo und über was bloggst du? Was bedeutet dein Blog für dich und was hat sich durch ihn verändert?
Oliver Lambrecht: Jahrelang war studiumsbedingt Konstanz meine (blog-)Heimat, nun ist es Deidesheim in der Pfalz und in Zukunft wird es wohl Berlin werden. Dort soll mich meine Berufslaufbahn zumindest hinführen. inwieweit ich dann aus meinem beruflichen Alltag berichte, wird wohl mein Arbeitgeber mitbestimmen. falls dieser Alltagsaspekt wegfällt bleiben mir aber noch immer die Musik, Popkultur (worunter ich jetzt mal web2.0 subsumiere), Fußball (mit Schwerpunkt 1. FC Kaiserslautern und Hammarby IF) und Schweden. Zwischendurch probiere ich es immer mal wieder mit Politik, vielleicht klappt das 2009 etwas besser?! Und das die (räumliche) Umgebung auf mein Blog abfärbt, lässt sich wohl auch nicht vermeiden.
Meine Freunde und mir nahestehende Menschen halte ich allerdings so gut wie möglich raus, zumal nur wenige von ihnen so aktiv im www sind wie ich. (ohoh liest hier überhaupt noch jemand mit?) Naja, irgendwie wurde aus meinem Blog inzwischen eine recht unkonventionelle Visitenkarte, die mir neue Türen aufgestoßen und interessante Bekannte gebracht hat und nur wenig Stress verursachte.
sebsn.de: Ich muss nochmal nachhacken. Was hast du für Pläne mit deinem Blog? Ist er für dich beruflich relevant? Oder ist es nur eine private Spielwiese?
Oliver Lambrecht: Mit Plänen ist das so eine Sache. wann immer der Punkt erreicht war, an dem ich das Blog in eine neue Richtung bringen wollte – und ich dies dummerweise auch noch öffentlich machte – ging es insgesamt gesehen weiter wie zuvor. aber ich verstehe es tatsächlich eher als private Spielweise, auch wenn ich Werbung einsetze und manche dann vielleicht der Meinung sind, dass es deshalb “professionel” sei. Nur ist mir mit der Zeit meine Spielwiese ans Herz gewachsen und manche Plätze oder Spielzeuge darauf kenne ich besser als andere. wenn jemand dafür Geld bezahlt, will ich nichts ausschießen, aber ich bin einerseits skeptisch, dass sich von diesem Wissensvorsprung zur Zeit beruflich profitieren lässt und andererseits wäre diese Konzentration aufs Bloggen mit der Zeit etwas monoton.
Viele Dank Oliver für Das Interview! :)
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