Einträge mit Tag: ‘Internet’

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Einfach mal aufregen!

, , , , Gedanken, Internet und Technik, Politik

Ist es nicht schön, dass man heutzutage den ganzen Tag bloggen und twittern könnte was einem so alles gegen den Strich geht? Diese Möglichkeiten der modernen Technik, Wahnsinn. Versteht mich nicht falsch, ich tue sowas nicht. Nie! Naja, fast nie. Es ist mal wieder an der Zeit ein bisschen Luft abzulassen. Zumindest fühlt sich dieses Hämmern im inneren meines Gehirns grade danach an. So, nochmal die Finger gestreckt, Kopf gegen die Wand gehauen und los geht’s…

Die FDP und das Erschwernis des Seins

Es scheint ja immer noch Menschen zu geben, die ernsthaft an der vermeintlichen Qualität der FDP festhalten. Wie kann man ein 3/4 Jahr nach der Wahl noch immer an ihr festhalten? Na klar, die FDP steht für Bürgerre… reech… arhg wie war das Wort noch gleich? Egal, die Grünen stellen also einen Antrag die EU zu rügen. Was, um ehrlich zu sein, wohl so oder so keinen großen Effekt gehabt hätte. Das Zensieren – Entschuldigung, ich meine natürlich das Zugangserschweren (Zugang verbieten wäre ja quasi Zensur und Zensur findet nicht statt) ist nicht der richtige Weg.

Da waren wir uns vor der Wahl mit der FDP einig  und im Grunde war das eine perfekte Situation für die FDP. Sich hinstellen, dem Antrag zustimmen, kurze Profilierungsphase und schließlich das kopfschüttelnde: “Das kommt von Europa, da können wir nichts tun.” Diesen Satz werden sie zwar trotzdem sagen (garantiert!), aber jetzt kann man sie dafür kritisieren. Sie haben eben nicht mal symbolisch etwas dagegen getan.

Im Grunde, wenn ihr meiner Argumentation folgen könnt, war das ganze also positiv für “uns”. Immerhin sind vielleicht weitere potentielle FDP-Wähler (ausgeschlossen: Apotheker,Hoteliere, Schwerreiche und Idioten) in drei Jahren nicht mehr so gutgläubig. Entschuldigung (Nummer zwei), habe beim schreiben die Crux entdeckt: die nächsten Wahlen sind in drei, DREI (3) Jahren.

Was ist eigentlich Suchen und wo tut man das?

Kommen wir zu einem ganz anderen Thema. Future Face of Media. Da sitzt Katja Marx von hr-Info (ein Sender den ich sogar mag) und will uns weis machen, dass die Zeiten in denen Menschen nach Informationen suchen vorbei sind. Moment was? Ich glaube auch nicht, dass sie das wirklich gemeint hat, lustig fand ich es trotzdem. Grob wiedergegeben sagte sie, dass die Zeiten in denen Menschen um Informationen zu bekommen gezielt zum Kiosk gingen um (selbstverständlich) eine Zeitung zu kaufen(!!!) vorbei seien. Wir Menschen suchen keine Informationen mehr wir wollen sie serviert bekommen und das umsonst kostenlos. Zum Thema kostenlos hatte sie noch beizusteuern, dass QualitätsInhalte kostenlos ins Netz zu stellen einer Verramschung (schreibt man das so?) gleichkommt.

Gut, ich gebe es zu. Es gab weit schlimmere Sprüche @ #ffm10 und der Perlentaucher und vor allem Carta haben das auch schon alles durch und durch analysiert. Mich interessiert natürlich vor allem meine Meinung und die sieht ungefähr so aus:

Bevor Verlage und Alteingesessene Medienmenschen nicht verstehen, dass sie mir, dem Informationssuchenden (gibt es) einen Dienst erweisen sollen, weine ich nicht einem von ihnen eine Träne nach. So lange ich mich durch Klickstrecken und redundante DPA-Meldungen wühlen muss kriegt “ihr” keinen Cent von mir. Jedes von sich aus spielende Video, jede Benutzerunfreundlichkeit macht “euch” ein bisschen ärmer. Die Liste dieser Benutzerunfreundlichkeiten ist so lang wie traurig. Man muss meist nicht mal einen Experten einstellen um auf diesen Trichter zu kommen. Ich glaube auch nicht, dass die Leser auf Dauer dumm genug sind und nicht erkennen das sie einerseits als Klickviech missbraucht und im gleichen Atemzug für ihre “Kostenloskultur” kritisiert werden. Versteht es endlich: Was ihr versucht ist zu dreist um zu funktionieren. Macht es richtig und dann zahle ich auch. Allerdings nicht für EINE Zeitung wie es sich viele wünschen. Ich glaube sowieso, dass das nie wieder der Fall sein wird. Wer will sich in Zeiten von Fefe schon auf eine Quelle verlassen? Richtig, FDP-Wähler niemand.

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Internetprobleme mit dem Ruhemodus von Windows 7

, , , Internet und Technik

Es kommt häufig vor, bzw. ist anscheinend die Standardeinstellung bei Windows 7, dass nach dem aufwecken aus dem Ruhezustand (stand-by) der LAN-Adapter nicht mehr funktioniert. Abhilfe schafft nur ein Klick auf Problembehebung und das dauert immer ein paar wertvolle Sekunden.

Hier die Lösung für das Problem:

Start->Systemsteuerung->System und Sicherheit->Geräte-Manager->Rechtsklick auf den Netzwerkadapter->Eigenschaften->Energieverwaltung->Haken bei “Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen” entfernen->Ok

Damit dürfte das Problem behoben sein.

Hier nochmal in bunt:

Auf Start drücken und Systemsteuerung wählen. Dort dann diesen Button “System und Sicherheit” drücken.

System und Sicherheit

In der Systemsteuerung unter der Rubrik “System” den Geräte Manager starten.

system

Den entsprechenden LAN-Adapter markieren und mit einem Rechtsklick auf Eigenschaften auswählen. (Wenn ihr hier mehr als einen habt ist das kein Problem – entweder bei allen oder nur bei denen von denen ihr wisst, dass ihr sie benutzt)

geraetemanager

Zu guter letzt den Haken bei “Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen” deaktivieren.

energieverwaltung

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Persönlichkeit oder Dachorganisation

, , Gedanken, Medien

Einen interessanten Unterschied in der Diskussion um Leistungsschutzrecht sehe ich in der Idee, dass überhaupt mehr geschützt werden muss als das Recht des Kulturschaffenden. Das ist der Journalist und nicht der Verlag. Denn im Prinzip ist die Zeitung – wie das Internet – nur ein Trägermedium, welches die Verbreitung des Kulturguts Text ermöglicht.

Im Internet ist nun die Bindung zwischen Text und Journalist viel größer. Die Leser lesen eben nicht nur Netzpolitik sondern vor allem auch Markus Beckedahl. Das Beispiel Stefan Niggemeier ist natürlich ebenfalls gültig. Das heißt, dass ich viel eher ein Gefühl dafür bekommen wessen Erzeugnis ich gerade lese. Diese sind dabei auch nur sich selbst verpflichtet.

In klassischen Medien ist das meist anders. Man liest die Zeit, den Spiegel, die Bild. Eine richtige Bindung zum Kulturschaffenden gibt es kaum.

Was ist euch lieber? Wollt ihr wissen von wem ihr Inhalte konsumiert oder ist euch das egal? Ich denke, dass es einen Unterschied ausmacht und ich einem Journalisten den ich “kenne” eher einen Vertrauensvorschuss gebe als einem mir unbekannten freien Journalisten in der Welt.

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13/365 Matthias Penz, penzweb.de

, , , 365-Interviews

365sebsn.de: Wer bist du persönlich wenn du nicht vor dem Computer sitzt und bloggst oder podcastest?

Matthias Penz: On- oder offline ist bei mir eins. Ich bin im normalen Leben genau der, den ich in meinem Blog darstelle. Beruflich bin ich Produktmanager in einem großen Telekommunikationskonzern aus Schleswig-Holstein. Privat bin ich vor allem Familienmensch.

sebsn.de: Wo findet man deinen Blog und über welches Themengebiet bloggst du? Was bedeutet dein Blog für dich und was hat sich durch ihn verändert?

Matthias Penz: Blogging oder Microblogging? Mein Blog ist zu finden unter www.penzweb.de/blog

Mein Blog ist mein virtuelles Zuhause. Es ist aber auch Ausdruck meiner Persönlichkeit. Ich setze mich hier mit all den Dingen auseinander, die mich interessieren und beschäftigen. Der Fokus liegt dabei, bedingt durch Beruf und private Interessen, vor allem im Bereich der Telekommunikation, dem Internet, dem Web2.0 und dem Zusammenwachsen aus Mobilfunk und Internet zum “mobilen Internet”

sebsn.de: Nutzt du selbst bereits das “mobile Internet”? Wie siehst du die Entwicklungschancen und was wird sich dadurch aändern?

Matthias Penz: Ohne das “mobile Internet” wäre ich teilweise schon ziehmlich aufgeschmissen. Auf dem Handy nutze ich “Mail for Exchange” und lasse mir hierüber meine Firmen-E-Mails pushen. Twibble ist mein Twitter-Client und hinzukommt noch Instant-Messaging via Nimbuzz (teste ich jetzt seit einiger Zeit). Mobiles Surfen ist ebenso ein Thema, wenn mal schnell was nachgesehen werden will. Google und Opera sind Dein Freund.

Wenn man es so nennen will, wird das “stationäre Web” tagtäglich ein Stück mobiler. Wenn man in Zukunft vom Internet spricht, dann interessiert sich niemand mehr für den Zugangsweg. Man nutzt es einfach! Dies liegt vor allem darin begründet, dass nicht nur die Preise fallen, wie wir dies Ende der 90ziger Jahre auch schon beim Internet-by-Call und bei den ersten Internet-Flat-Rates erleben durften, sondern auch mit der immer größer werdenden Anzahl an kleinen Endgeräten. Netbooks, Webpads, Smartphones, etc bieten heute einen zum großen Teil schon sehr komfortablen Zugriff auf das Internet. In Verbindung mit dem richtigen Webbrowser sind meist auch keine Anpassungen der Webseiten auf kleinere Displays mehr nötig.

Demnach sind die Entwickungschancen für das “mobile Internet” sehr hoch. Fraglich dabei ist, wie sich das mobile Internet in Zukunft für die Anbieter von Zugangswegen, Diensten und Applikationen monetarisieren läßt. Einen großen Anteil daran wird mit Sicherheit Online-Werbung, sprich mobiles Advertising haben. Letzlich werden sich Anbieter qualitativ hochwertiger Dienste durch beispielsweise monthly Fees (Xing!) finanzieren. Das iPhone und der App-Store zeigen, dass Kunden durchaus bereit sind kleine Beträge zu investieren.

Vielen Dank für das Interview! :)

sebsn.de: Ich habe zu danken! :)

Hier kannst du Matthias finden:

www.penzweb.de/blog

Twitter.com/penzonator

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12/365 Stefan Stelthove, gedankensolo.de

, , , , 365-Interviews

365sebsn.de: Wer bist du persönlich wenn du nicht vor dem Computer sitzt und bloggst oder podcastest?

Stefan Stelthove: Ich bin seit September mit meinem BWL-Studium fertig und arbeite seitdem im Marketing und der Kundenkommunikation eines IT-Dienstleisters für Banken.

…soviel zu meinem Leben zwischen 7:30 Uhr und ca. 16:00 Uhr…

In der übrigen Zeit wohne ich in Münster und versuche ich viel zu Reisen und viel herum zu kommen. Leider klappte das als Student besser als heute. (Dafür kann ich es mir heute eher leisten ;) )

Wenn ich weder arbeite noch reise bin ich, wenn auch nicht besonders erfolgreich, im Handball aktiv.

sebsn.de: Wo findet man deinen Blog und über welches Themengebiet bloggst du? Was bedeutet dein Blog für dich und was hat sich durch ihn verändert?

Stefan Stelthove: Ich blogge auf meinem, bei WordPress.com gehosteten, Gedankensolo. Ein konkretes Thema hat das Blog nicht. Es ist vielmehr eine Art (halb)persönliches Online-Notizbuch in das ich immer mal wieder Sachen schreibe, die mir über den Weg laufen. Meist sind das Geschichte aus dem Internet, der Wirtschaft, Politik oder was einem Tag ein Tag aus so begegnet.

Angefangen habe ich mit dem Bloggen bei der Erstellung meiner Diplomarbeit – wenn die Arbeit auch (fast) nicht mit dem Thema Blogging zu tun hatte. (Thema der Diplomarbeit war übrigens: “Die Bedeutung ausgewählter Marketinginstrumente unter besonderer Berücksichtigung elektronischer Kommuikationswege”.)

Ob sich viel verändert hat, kann ich nicht sagen. Auffallend ist aber, wie ich Informationen heute wahrnehmen und welche Informationen ich wahrnehme.
RSS ist eine tolle Erfindung: Mein Nachrichtenpool ist nicht mehr tagesschau.de oder spiegel.de – wie früher – sondern mein GoogleReader. Ich kann an einer Stelle die Nachrichten und Informationen bündeln, die mich interessieren. Verstärkt hat sich der Trend seit ein paar Monaten durch Twitter. Auch hier kann ich – in gewissen Maßen – den Informationsschwerpunkt selbst setzen.

Das Bloggen an sich bietet viele Möglichkeiten:
Man hat die Chance mit Freunden, Verwandten und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Jedes Mal, wenn ich einige Zeit im Ausland verbracht haben (Auslandssemester in den USA, Praxissemester in Spanien, längere Reisen nach Australien, etc) bietet es zwei Vorteile: 1.) Ich kann meine Leute in der Heimat informieren und belustigen und 2.) ich halte Erinnerungen fest, die nicht auf Fotos, Videos oder über längere Zeit ins Gedächnis passen.

Außerdem kann man seine “eigene kleine Zeitung” spielen. Blogs, egal ob Spezial-Blogs oder allgemeine Blogs, bieten ein tolle Plattform für einen Blogger sich selbst auszudrücken und seine Meinung kund zu tun.

sebsn.de: Inwiefern denkst du, dass moderne Kommunikation die alten Medien (TV, Zeitung, Radio) verändert. Gerade im Bezug auf On-Demand Informationen?

Stefan Stelthove: Ich glaube das die klassischen Medien auch mittelfristig eine wichtige Rolle im Mediennutzungsverhalten der Leute spielen werden.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass die “Onliner” sich zu sehr in ihrer eigenen Welt umschauen und die “Offliner” ausblenden. Ich glaube daher kommen auch häufig die Untergangsszenarien für Verlage, etc. zustande. Man muss bei allem immer noch berücksichtigen, dass die überwiegende Anzahl der Menschen das Internet zwar nutzt, von diesen Menschen aber die absolute Mehrheit nur sehr sehr oberflächlich.

Richtig ist aber, dass sich die Art und Weise wie sich Konsumenten mit dem Thema Informationsbeschaffung und Unterhaltung auseinandersetzen, stark wandelt. Vor allem die jüngere Generation möchte nicht mehr gezwungen werden die Nachrichten um 20 Uhr zu schauen. Sie wollen autark bestimmen welche Sendung sie zu welchem Zeitpunk wo sehen/hören/wahrnehmen. Diese Entwicklung macht auch vor den Themenschwerpunkten nicht halt. Der Rezipient möchte die Schwerpunkte der konsumierten Nachrichten selbst bestimmen und gestalten. Mein Beispiel mit dem GoogleReader aus der vorangegangenen Frage ist auch hier wieder ein gutes Beispiel.

Diesem Trend werden sich auch die Zeitungen und Zeitschriften wie auch das Fernsehen und Radio anpassen müssen. TV Sender haben schon seit einiger Zeit On-Demand-Angebot im Programm (z.B. RTL NOW). Nachrichtenformate oder auch Zeitungen/Zeitschriften versuchen die Brücke ins Netz zu schlagen. Sei es durch die Einbindung von Blogs (z.B. FAZ mit “Das Fernsehblog”) in ihre Internetauftritte oder das Erstellen von Podcasts (z.B. FAZ, Deutsche Welle, etc.). Der neuste Weg scheint heute Twitter zu sein, Nachrichten zu kommunizieren. Ob BILD, Welt kompakt, Spiegel (oder die guten alten Westfälischen Nachrichten), all diese Formate nutzen Twitter um über einen zusätzlichen Kanal zusätzliche Leser zu generieren.

Schönes Interview, danke! :)

Hier kannst du Stefan finden:

gedankensolo.de
Twitter