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Sportler und die Zeit danach

Topsportler, zumindest in den beliebteren Sportarten verdienen unheimlich viel Geld. Soviel, dass eine Karierre nach der Karierre in vielen Fällen nicht nötig wäre. Gleich vorweg, ich sage nicht, dass sie sich alle auf Karibikinseln zurückziehen und das Leben geniessen sollen, aber warum sehen sich viele genötigt die Niveaulosesten Werbekampagnen zu unterstützen? Brauchen sie das Geld immernoch? Haben sie in ihrer “guten Zeit” keine Ersparnisse angehäuft? Ist es die Sucht nach Medienpräsenz?

Boris Becker ist vermutlich gleichzeitig das beste und schlechteste Beispiel, da er einerseits in seiner aktiven Zeit extrem populär und erfolgreich war, aber in der Zeit danach von einer Krise in die nächste gestürzt ist. Jetzt macht er Werbung für Pokerstars. Ich bin bei diesem Werbepartner nicht neutral, da ich mit denen auch schon einiges zu tun hatte, aber dennoch wundert es mich. Ist diese Kampagne wirklich sinnvoll? Und vor allem was ist drin für Becker? Ausser seinem Gehalt. Wie dringend braucht er dieses Gehalt? Ich bin jetzt über seine Finanzen nicht informiert aber muss das sein? Ein hervorragender Tennisspieler wird nicht automatisch zu einem großartigem Pokerspieler. Vorraussetzungen bringt er natülich mit. Disziplin und vermutlich auch keine Angst um große Beträge. Aber gerade Becker, der als Spieler stets hochemotional und leidenschaftlich gespielt hat, passt nicht in die Haut des Profi Pokerspielers. Dazu muss man wissen, dass sein Vertrag mit PokerStars nicht nur die Fernsehwerbung, sondern auch die Teilnahme an Turnieren und Events in PokerStars-Kluft beinhaltet.

Der nächste in meiner Reihe und der Grund warum ich darauf bekommen bin diesen Text zu fabrizieren ist Mario Basler. Der macht jetzt Werbung für digibet.tv. Er spielt ein bisschen mit seinem Image. Lederjacke, trotzig. Das wars aber auch schon. Bis auf den Namen Mario Basler, hat er der Firma digibet eigentlich nichts zu bieten. Reicht dennoch, scheinbar. Das es funktioniert zeigt natürlich auch dieser Artikel. Auch wenn ich mich jetzt nicht dazu hinreissen hab lassen mich dort anzumelden.

Fragt sich nur was effektiver ist? Eine qualitativ hochwertige Kampagne ohne Basler oder eine relativ billige mit ihm. Wie wirksam sind diese Namen? Wird einer Marke wie digibet nun mehr vertraut weil sie genug Geld haben Mario Basler zu bezahlen?

Basler ist ja nebenbei auch noch Fussballtrainer, eigentlich ein relativ angemehmer wie ich finde – zumindest was die Medienpräsenz angeht. Immerhin verlangt er keine Vorschusslorbeeren wie zum Beispiel Lothar Matthäus der wohl nie verstehen wird wieso er keinen Job in der Bundesliga bekommt. Da denkt man doch, die Karibikinsel sei vielleicht doch keine so schlechte Idee. :)

Der Sport ist für die meisten ihr ganzes Leben und es ist scheinbar sehr schwierig sich auf neues einzulassen beziehungsweise altes ruhen zu lassen. Klar, Ex-Profis sind natürlich wichtig für die Entwicklung des Sports in der Zukunft. Ob als Trainer, Berater oder Experte aber manchmal lang ich mir trotzdem an den Kopf. :)

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sportbild…

Ibisevic ist verletzt und zwar lange. Soviel zum Stein des Anstoßes. Hoffenheim braucht (der Punkt ist umstritten) einen neuen Stürmer. Die sportbild hat sie, verpackt  in eine klick-klick-geldmaschine-Bildergalerie. Aber das es eine Bildergalerie ist, die wohl nur zu einem gut ist, nämlich um Page Impressions zu schaffen, ist nicht das nervigste an der Sache.

Die Bildergalerie heisst: “Diese Stars würden Hoffenheim helfen”. Es folgt eine Reigen von mehr oder weniger bekannten Stürmern. Zu jedem Stürmer gibt sportbild auch eine Wechselwahrscheinlichkeit an. Saviola 30%, Benjani 10% etc. Diese Zahlen erscheinen mir irgendwie… willkürlich und nicht nur das, die ganze Fragestellung ist doch bekloppt. So gut wie JEDER Topstürmer würde Hoffenheim helfen. Die Frage sollte viel eher sein welcher von denen a)bezahlbar und b) ins System und zu den anderen Spielern passt. Ich kann diese Liste unendlich weiterführen und mache das auch:

  1. Ibrahimovic – 0.25%
  2. Benzema – 0.34%
  3. Henry – 20%
  4. Messi – 0.00300102%
  5. Ich 0%
  6. usw.

Bah… gequirlte scheisse am frühen morgen.

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66.9% der Herbstmeister werden später Meister

Eine Statistik, die immerwieder hervorgekramt wird, wenn es Winter ist und irgendwie Dramatik in die eigentlich wenig dramatischen Entscheidungen geredet werden muss. An dieser Statistik kann man eigentlich auch nicht rütteln. Denn in 45 Bundesliga Saisons wurde 31 mal der Herbstmeister auch Meister – 66,9%.

Alle Bundesligaclubs sind gleich, die Bayern sind… besser.

Wird Hoffenheim also mit 66.9% Wahrscheinlichkeit Meister (immer annehmend das die Bayern gegen Stuttgart nicht gewinnen und Schalke weiterhin Schalke bleibt)? Vermutlich nicht, denn wenn man diese Statistik ein bisschen auseinandernimmt kommt folgendes dabei heraus.

85,7%. Tolle, hohe Zahl oder? Zu 85,7% wurde Bayern München Meister wenn sie zuvor die Herbstmeisterschaft “gewonnen” hatten. Alle anderen Vereine zusammen kommen auf 37.78%.

Zwar ist an dem Satz “Der Herbstmeister wird zu 66,9% deutscher Meister” weiterhin nicht zu rütteln, aber die Bayern sind Schuld.

Und es wird schlimmer… oder besser?

Das kommt jetzt auf die Perspektive an. Aber Hoffenheim -wie jeder andere Verein – sollte es tunlichst vermeiden den Bayern die Herbstmeisterschaft zu überlassen, denn in 45 Jahren Bundesliga haben es nur zwei Clubs geschafft den Bayern eine Herbstmeisterschaft wieder abzunehmen… erm bzw. einer Meisterschaft nach einer Herbstmeisterschaft. Das waren 70/71 Borussia Mönchengladbach und 92/93 Werder Bremen.

Bayern dagegen hat neben der 17 Herbstmeister/Meister Doppelmeisterschaften noch vier weitere Titel gewonnen. Am schlimmsten erwischte es dabei die Schalker, denen zwei mal eine Meisterschaft von den Bayern weggenommen wurde.

Aber irgendwie ist das doch alles nur Statistik – doof halt!

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