Archiv für ‘Medien’ Kategorie

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Ich wollte nur mal fragen… Was ist jetzt eigentlich mit Afghanistan?

, , Gedanken, Medien

Meine Frage richtet sich an die deutschen Medien, um spezifischer zu sein an die deutschen Internetmedien der klassischen Printverlage. Warum wird immer noch ein Artikel nach dem anderen über die Loveparade geschrieben? Warum habe ich bis auf die dürftige Spiegel-Artikel-Klickstrecke noch immer kein Fazit lesen können? Schön ist auch, dass FAZ, SZ und Spiegel gerade alle den gleichen Leitartikel haben mit exakt dem gleichen Bild zu einem unglaublich uninteressanten C-Promi (Kacheldingsda)?

Warum haben die anderen Verlage außer dem Spiegel nicht selbst recherchiert? Die Informationen liegen offen und frei zugänglich brach und niemanden scheint es zu interessieren. Liegt vielleicht daran, das man einfach nicht mehr die journalistische Qualität hat so etwas aus- und zu bewerten? Wo sind die Qualitätsjournalisten wenn man sie braucht?

Wenn ich irgend jemandem Unrecht tue, sagt mir bescheid.

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Der Preis für den schlechtesten Satz

Medien, Nerdkram

Ich wusste nicht, dass es einen solchen Preis gibt (immerhin habe ich ihn noch nicht bekommen *puh). Es handelt sich um den Bulwer-Lytton Preis für das schlecht Geschriebene. Allerdings wird über Vorschläge entschieden und nicht über wirkliche Literatur. Das Ziel ist es, sich den schlechtmöglichsten ersten Satz eines fiktiven Romans auszudenken.

Das klingt einfacher als es ist, bevor jetzt jemand denkt hier mal eben ein bisschen Geld zu verdienen (das bisschen ist nicht übertrieben, denn für den ersten Platz gibt es 250 Dollar), ist schief gewickelt. Wie man an der diesjährigen Gewinnerin sieht, steckt da schon eine Menge Klasse dahinter.

Hier der Gewinner diesen Jahres von Molly Ringle:

For the first month of Ricardo and Felicity’s affair, they greeted one another at every stolen rendezvous with a kiss–a lengthy, ravenous kiss, Ricardo lapping and sucking at Felicity’s mouth as if she were a giant cage-mounted water bottle and he were the world’s thirstiest gerbil.

Zum Vergleich der erste Gewinner des Wettbewerbs aus dem Jahr 1983:

The camel died quite suddenly on the second day, and Selena fretted sulkily and, buffing her already impeccable nails–not for the first time since the journey began–pondered snidely if this would dissolve into a vignette of minor inconveniences like all the other holidays spent with Basil.

–Gail Cain, San Francisco, California

Herrlicher Unfug! :)

Alle Gewinner in der Übersicht gibt es hier: http://www.bulwer-lytton.com/lyttony.htm

Bulwer-Lytton prize for bad writing goes to ‘inappropriate’ gerbil sentence | Books | guardian.co.uk.

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Hulu im Abo und bald auch in Europa?

, , Medien, TV

Hulu bietet in Kürze ein Plus Programm für 10$ im Monat an. Der Streaming Service ermöglicht es dann auch HD Content zu liefern und vermutlich ein größeres und vor allem weiter zurückreichendes Archiv.

Ein Traum oder? Alles sofort, legal und in HD. Zudem finde ich 7-8€ nicht mal übertrieben teuer. Ich hatte befürchtet, dass sie locker über die 20 gehen würden.

Bleibt weiterhin das Problem, dass Hulu nur in den USA verfügbar ist. Das kann sich allerdings ändern. Nach eigener Aussage arbeitet Hulu an internationalen Verträgen. Wird auch Zeit! Ich befürchte allerdings, dass es sich dabei eher um Jahre als um Monate handeln wird. Aber man darf vorsichtig optimistisch sein in Zukunft ohne grauenhafte deutsche Synchronisation auszukommen.

Hulu confirms Hulu Plus $9.99 monthly subscription. An Android app is probably on the way | andrew | Androinica.

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Verleger vs. Google Nummer XCIIXXX

, , Medien

Bin ich zu blöd um das Problem zu verstehen? Wenn sie nicht wollen das Google ihre Inhalte “systematisch abgreift” und damit Geld verdient, dann verdammt nochmal nutzt eure robots.txt. Sie verstehen es einfach nicht oder? Wie kann man so dreist sein und wirklich denken sie könnten alle verarschen. Es ist mir natürlich klar warum sie das Leistungsschutzrecht wollen. Schließlich will man nicht nur die User bekommen die Google täglich schickt, nein, man will auch noch Geld dafür bekommen.

Es gibt generell ein Verständnisproblem bei analogen Medienmenschen (auch zwischen “normalen” Analogen). Google ist Distributor und Aggregator und kein Konkurrent im eigentlichen Sinne. Google ist eigentlich nur ein digitales Kiosk – nur kostenlos.

Ich hab keine Lust mehr die ganzen Forderungen und nach Arroganz stinkenden Idioten ernst zu nehmen…

Zeitungsverleger: Google greift systematisch unsere Inhalte ab – Golem.de.

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Der GEMA Denkfehler

, Internet und Technik, Medien, Musik

Die Verhandlungen zwischen GEMA und YouTube sind gescheitert. Wer daran nun wirklich Schuld ist und wie viel die GEMA verlangt hat, ist noch unbekannt (hat jemand Informationen?). Es ist auch nicht wichtig, warum die Verhandlungen gescheitert sind. Das Ergebnis der Verhandlungen gleicht einer Bankrotterklärung von Seiten der GEMA . Sie teilt in ihrer Pressemitteilung mit:

Der internationale Verbund der Musikautorengesellschaften könnte sämtliche Werke seines Repertoires von YouTube entfernen lassen, wenn er dies wollte. Darauf wird aber mit Blick auf die Bedürfnisse der Musiknutzer und der Musikurheber verzichtet: Die Rechteinhaber möchten, dass ihre Musik möglichst viel gehört wird – sofern sie vom Anbieter entsprechend lizenziert ist.

Sie würden mit dem Löschen also noch weiter gehen wenn es nicht gegen die Interessen der Musiker und ihrer Fans verstöße? Ich dachte die GEMA sei eine Dienstleistungseinrichtung für diese Gruppe. Die Fans und die Musiker. Meiner Meinung nach steht hinter dem Abbruch der Verhandlungen nichts weiter als Profitsucht. Was erhoffen sich die Verantwortlichen von diesem Schritt? Ganz klar, die Menschen die zuvor ihre Musik auf YouTube gehört haben, sollen die Musik im Laden oder Digital kaufen. Denkfehler!

Meine Thesen:

  1. YouTube wird vor allem zum entdecken neuer Musik verwendet und hat damit einen positiven Effekt der über das rein monetäre verwerten dieses Abspielens hinausgeht.
  2. Jugendliche, die ihre Musik vor allem über YouTube konsumieren, haben kein Geld sich alternativ all diese Musik zu kaufen. Weil man aber nicht auf diese Vielfalt verzichten will, wird die Musik illegal bezogen. Das kann als Katalysator für stärkere Kriminalisierung von Jugendlichen wirken.
  3. Die GEMA spricht gerne von Millionen an Werbeeinnahmen die YouTube durch die Nutzung der Uhrheberrechtsgeschützten Inhalte generiert. Das mag zwar stimmen, die Kosten für den Betrieb von YouTube sind allerdings so immens, dass die Plattform nicht selbsttragend ist. Sie macht Verlust. Allein 2009 soll Google rund 85 Millionen Dollar Verlust gemacht haben. Das ist zwar kein Argument dafür, das YouTube machen darf was es will, es erklärt aber warum YouTube die Forderung der GEMA nicht erfüllen kann. Wenn die von YouTube genannte Zahl von ca. 12 cent pro gespieltem Video stimmt, wäre eine Zustimmung seitens YouTube Selbstmord.

Ich halte YouTube im Musikmarkt für so wichtig, dass sich die GEMA diesen Schritt nicht leisten kann. Vor allem im Interesse ihrer Schützlinge. Vor einigen Jahren mussten Künstler auf MySpace sein um zu existieren. Heute ist das YouTube. Ohne die Möglichkeit “reinzuhören” kaufe zumindest ich keine Musik mehr. Warum auch?

Die GEMA sollte im Interesse der Musiker über ihren Schatten springen und auf YouTube zugehen. Jedesmal wenn ich ein Video auf YouTube abspielen will und die “nicht verfügbar Meldung” erscheint stirbt die GEMA ein wenig mehr.

Bis dann, die Verlage haben sicher noch einen absteigenden Ast für euch übrig.