Posts Categorized: Internet und Technik

Der Spiegel über den Amazon Kindle

Der Spiegel, bzw. Jens Jeep – wir wollen uns das ja angewöhnen, schreibt ein nunja, Review zu Amazons E-Reader Kindle. Eigentlich nichts ungewöhnliches und ich muss auch grötenteils zustimmen.

Was mich dann doch verwundert ist die Einschätzung des Autors wenn es um das neue Tablet Gerät von Apple geht. Gerade noch schreibt er, dass der große Vorteil des Kindle die ewige Akkulaufzeit und die E-Ink Technologie ist, da findet er schon, dass Apple diesen Markt erobern wird. Die Frage ist nur wieso? All das was der Kindle gut kann, wir das Tablet nicht können. Klar, viele werden sagen, dass selbst das iPhone gut zum lesen geeignet sei. Ich bin da anderer Meinung. Hintergrundbeleuchtete Displays sind nunmal schlecht für die Augen wenn es um das Lesen von langen Texten geht. Das werden viele bestätigen und wenige abstreiten.

Auch das Apple eventuell einen iTunes Bookstore anbieten wird entbehrt jeglicher Grundlage. So einfach ist das nicht, Amazon hat was diesen Bereich angeht weitaus vielfältigere Möglichkeiten und ist deutlich weiter. Da kann auch Apple nicht einfach mit dem Finger schnippen und Amazon den Rang ablaufen.

Ich glaube auch kaum, dass Apple überhaupt plant indiesem sehr kleinem Markt aktiv zu werden. Es wird vielleicht mit einem lächeln mitgenommen wenn sich der Nutzer die Bücher auf das Tablet lädt, mehr aber auch nicht.

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Können Verlage im Web erfolgreich sein?

Deutsche Verlage haben mehr oder weniger geschlossen entschieden, dass das Internet böse ist. Der Feind. Denn, da kann man kein Geld verdienen und die Leser wollen nicht für die Inhalte bezahlen. Die Reaktion auf diese “Erkenntnis” findet ihren Höhepunkt in der Hamburger Erklärung unter der Schirmherrschaft von Hubert Burda. Die Netzgemeinde hat die Verlage in der jetzigen Form totgesagt und das ein neues Geschäftsmodell gefunden werden muss, tönt aus allen Kanälen. Die Suche nach diesem, zum Erfolg verdammten Geschäftsmodell erweist sich augenscheinlich als schwierig. Warum?

Verlage haben den Zweck Inhalte, die von eigens angestellten oder freien Journalisten erstellt wurden zu verwerten. Sie nehmen also ein Rohprodukt und schaffen etwas, das veröffentlich werden kann. Soweit so unklar. Denn, eigentlich sind journalistische Erzeugnisse keine Rohprodukte die veredelt werden müssen. Sie müssen lediglich populär platziert werden um die potentielle Leserschaft zu erreichen. Bis heute ist die bevorzugte Methode der Veröffentlichung das Papier. Etwas schwarzes auf weissem Papier ist eine Instanz, die nicht nur zu selten hinterfragt wird, sondern auch nicht mehr zeitgemäß ist. Ein Journalist ist aber heute, dank dem Feind, in der Lage seine Erzeugnisse selbst zu veröffentlichen. Ein Verlag ist einfach nicht notwendig.

Der DJV, welcher sich mir unverständlicherweise auf die Seite der Verlage gestellt hat, müsste diese Chance erkennen. Eine Chance die den freien Journalismus wie niemals zuvor fördern wird. Die Pressefreiheit wird nicht mehr die Meinung derer sein, die über die Mittel verfügen Tinte auf Papier zu drucken.

Es sollte also nicht darum gehen ein neues Geschäftsmodell für die Verlage zu finden um den Qualitätsjournalismus zu retten. Davon profitieren nämlich nur die Verlage und nicht die Journalisten selbst. Es muss viel mehr darum gehen Wege zu finden die Schreiber direkt und ohne Verwerter zu entlohnen. Musiker haben bereits gezeigt, dass es funktionieren kann. Qualität setzt sich durch, egal ob Stern oder .de draufsteht.

Der Schritt für einen bei einem Verlag angestellten Journalisten ist natürlich ein schwieriger. Er muss lernen mit der Technik umzugehen, oder sich gegebenenfalls helfen lassen. Er muss sich selbst vermarkten. Das klingt schwierig und beängstigend. Allerdings überwiegen die Vorteile bei weitem. Jeder kann das tun was ihn begeistert, was ihm Spass macht, was ihn erfüllt. Ohne den ständigen Druck im Rücken eine Zielgruppe zu bedienen. Ein Journalist kann sich EINE Zielgruppe erstellen anstatt die der jeweiligen Zeitung zu bedienen. Individualität!

Wenn sich mehr Journalisten trauen ihr Können einzusetzen werden sich Wege finden, die Erzeugnisse zu entlohnen. Fair- und nicht bestimmt durch einen Mittelsmann.

Verlage sind tot – es lebe der Journalismus.

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Der Herr Jurk und noch mehr Blödsinnigkeiten

Udo Vetter vom lawblog und fefe haben die Aussagen von Sachsen SPD Spitzenkandidat zum Thema Internetzensur bereits kommentiert. Großartig ist jedoch auch eine anderen Frage/Antwort aus dem Interview.

(Gast208) Wie ist ihre persönliche Meinung zur Vorratsdatenspeicherung und dem Zugangserschwerungsgesetz.?

Thomas Jurk: Sachsens SPD hat dafür gesorgt, dass bei der Online-Überwachung eine moderate Lösung gefunden und Schäuble sich nicht durchsetzen konnte. Die Voortsdatenspeicher sind voll, für mich zu voll. Doch zurückblicken lohnt nicht, wir müssen jetzt dagegen angehen, dass der CIA unsere Geldüberweisungen mitlesen kann.

Na, da haben wirs doch. Zurückblicken lohnt nicht? Wirklich? Etwas was schlecht ist – zumindest das gibt er ja zu, auch wenn ich ihm das nicht abnehme – soll man also gar nicht erst versuchen zu ändern. Das ist auch der Grund warum ich ihm nicht abnehmen will, dass er die Vorratsdatenspeicherung wirklich für ein Problem hält. Ein Problem wird einfach hinter einem  aus seiner Sicht größerem Problem versteckt.

Und was sind eigentlich zu volle Voortsdatenspeicher? Ich dachte die gibt’s nur in voll und leer. Auch da – wieder – ein vermeindliches herumreden um seine Überzeugung?

Nochmal wenn er gegen die Vorratsdatenspeicherung ist, sollte er es deutlich, klar und allgemeinverständlich kommunizieren und nicht mit dahergeredeten Ausflüchten und Halbwahrheiten daherkommen.

Ich wünsche der Sachen-SPD dennoch nicht auch noch hinter die NPD zurückzufallen, denn das wäre trotz allem unglaublich traurig.

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Friedensnobelpreis für Twitter?

Ein ehemaliger Berater der Bush Administration – Mark Pfeifle – fordert, dass Twitter in die Auswahl der Kandidaten für den Friedensnobelpreis aufgenommen wird. Er begründet  die Forderung mit der Rolle die Twitter im Iran eingenommen hat.

“Twitter and other social media outlets have become the soft weapons of democracy …It is telling the story of the Iranian people yearning to breathe free.”

Twitter wurde zum wichtigsten Presseorgan der Iranischen Opposition um Informationen an der Zensur vorbeizubekommen.

Twitter Gründer Biz Stone findet’s super:

Co-founder Biz Stone has said Twitter Inc. is less about the triumph of technology, and more about the triumph of humanity.

Twitter wäre der erste kommerziell ausgerichtete Träger des Preises. Ob eine Nominierung tatsächlich in Betracht gezogen wird, ist wohl fraglich.

Quelle: http://www.bizjournals.com/sanjose/stories/2009/07/06/daily17.html

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