Posts Categorized: Gedanken

Abonnements statt Werbung

Gestern hatte ich noch darüber geschrieben, dass die Zukunft vieler Web 2.0 StartUps wohl nicht von der Werbung leben kann. Heute habe ich dann ein Videointerview von Robert Scoble mit Loic Le Meur gesehen in dem Le Meur dies bestätigte. Werbung ist in meiner, unserer Generation nicht mehr effektiv.

Ich will nicht behaupten das ich gar nicht auf Werbung anspringe, aber in den meisten Fällen bin ich von Werbung so sehr genervt, das ich schon aus Prinzip nicht kaufen würde. Werbung im Internet realisiere ich nicht einmal mehr. Das meiste wird vom AdBlocker geblockt und das was ich dann doch mal sehe tangiert mich kaum. Der einzige Grund für mich auf einen Werbebanner zu klicken, ist, wenn ich den Werbenden unterstützen will. Aber ein Kauf kommt sogut wie nie zustande. Kaufen tue ich fast nur bei Amazon.

Gerade jetzt, da wir in einer finanziellen Krise stecken, werden die Werbeinnahmen im Gros zurückgehen. Das muss nicht überall der Fall sein, aber man sieht es an den Tageszeitungen und auf vielen kleinen Webseiten, dass man sich in Zukunft alleine auf Werbung nicht wird verlassen können.

Die Alternative ist, wie ich bereits gestern geschrieben hatte, Abonnement basierte Zahlungssysteme. Ich hatte auch über Einmalzahlungen nachgedacht, die Idee jedoch wieder verworfen. Bei Einmahlzahlungen muss ich 1) sicher sein das ich den Service wirklich lange nutzen werden; 2) der Service lange genug am Leben bleibt und 3) das kein Konkurrent auf den Markt kommt der alles ein bisschen oder viel besser macht.

Abonnements also! Viele Seiten haben sie bereits die sogenannten Premium Services. Ich nutze einen Service gerne und möchte mehr und bessere Features also kann ich mich entscheiden ob ich für diese Zahlen will oder nicht. Die andere Möglichkeit ist, einen Service komplett also alle Funktionen kostenpflichtig anzubieten. Allerdings ist dieser Schritt schwierig, da niemand die Katze im Sack kaufen möchte. Die User müssen erst wirklich gefallen an einem Service finden bevor sie bereit sind für diesen zu zahlen.  Diese Option fällt optimalerweise auch weg (ausgenommen Testphasen wie 30 Tage umsonst o.ä.).

Was bleibt sie die Premium Services. Wie sehen diese aus und vor allem wie viel würde ich oder wieviel würdet ihr für diese Ausgeben?
Einige konkrete Beispiele und Zahlen. Ich nutze zur Zeit am aktivsten: Twitter, Friendfeed, Blogoscoop, Rivva  und alltop.

Twitter: Premium Services für Twitter gibt es zur Zeit eigentlich keine. Nicht eine Funktion, ausser der Grundfunktion, welche man aus oben genannten Gründen nicht kostenpflichtig machen sollte, ist es wert sie zu bezahlen. Diese müssen also erst geschaffen werden. Denkbar wären hier die Möglichkeit zur Erstellung von Gruppen oder anderen Kommunikationsarten. Wirklich interessant wäre meiner Meinung nach eine Voice Funktion. Quasi ein Instant-Skype für Twitter.

Der Preis ist der entscheidende Punkt ob ein solcher Paid Service angenommen wird oder nicht. Hier geht es um kleinstbeträge zwischen 1 und 10 € und jeder Euro kann den Unterschied ausmachen. Für Twitter würde ich 2-3€ monatlich zahlen; vier Euro währen mir zu viel. Das mag jetzt penibel klingeln aber ich bin nur ehrlich :).

Friendfeed: Ich benutze Friendfeed erst seit ein paar Tagen wirklich aktiv, kann aber den Nutzen nicht von der Hand weisen. Meine Besucherzahlen sind seit dem gestiegen (immer noch nicht nennenswert ;)), und Spass macht es noch dazu. Zahlen würde ich auch zwischen drei und 5 Euro. Allerdings würde ich nicht für Twitter und Friendfeed bezahlen. Ich würde mich entscheiden müssen.

Blogoscoop: Eines der besten StartUps aus Deutschland (klar, meine Meinung)!  Einen Großteil der Blogs die ich mittlerweile im Feedreader habe, habe ich durch Blogoscoop entdeckt. Mein Wert: 5€!

Rivva und Alltop: Beide sind großartig um an Informationen zu gelangen, allerdings würde ich, das gleich vorweg, für keines von beiden bezahlen. Beide Seiten erleichtern mein Leber aber ich bin kaum abhängig davon. Ich könnte morgen damit aufhören und es würde mich nicht umbringen.

Wie seht ihr das? Werbung oder Abonnements?Wieviel würdet ihr für eure Lieblingsservices zahlen wenn ihr ganz ehrlich seid? Ich bin gespannt.

Read more

Monetarisierung von sozialen Netzwerken

Ich lese gerade den Artikel “Netzwerte: Wie funktioniert Wertschöpfung in Social Networks?” auf Exciting Commerce. Ich denke eines der Hauptprobleme die fast alle soziale Netzwerke haben, nämlich das sich die Monetarisierung schwierig gestaltet, nicht so einfach zu lösen sein wird. Der “alte” Ansatz solche Plattformen mit Werbung zu finanzieren funktioniert nicht.

Werbung wirkt nicht nur störend und hat somit das negative Potenzial User zu vertreiben, sie wird offensichtlich nicht ausreichend oft angeklickt. Nur anzeigen reicht eben nicht. Im TV passiert in den USA das gleiche. Durch Geräte wie den TiVo schaut sich die Werbung niemand mehr an. Im Netz gibt es eben Adblocker.

Don Tappscott schreibt in seinem Buch “Grown Up Digital“, dass die “Net-Generation”, die Generation der 11-29 jährigen, viel weniger “anfällig” für Werbung ist als die vorige. Einfach nur Werbung zu schalten auf Twitter oder StudiVZ wird das Problem nicht lösen, da dies kaum die Ausgaben decken wird können.

Die eigentliche Wertschöpfung eines sozialen Netzwerk ist das Schaffen von Wissen und dem verbreiten von Informationen. Nie zuvor war dies so einfach möglich.

Ich denke, dass die einzige Möglichkeit Abonnement basierte Zahlungssysteme sind. Wenn der Mehrwert einer Web-Anwendung groß genug ist, sollte es möglich sein bestimmte Funktionen nur gegen Bezahlung anzubieten (siehe Flickr, DeviantArt, etc). Diese Entwicklung gefällt mir zwar nicht besonders, da auch ich nicht gerne laufende Kosten anhäufe aber ich sehe zur Zeit keine echte Alternative.

Das Ziel eines Anbieters müsse also sein sich durch guten Service unersetzlich zu machen. Etwas wirklich unersetzliches fällt mir aber gerade nicht ein.

Read more

Just rants…

So, ich muss jetzt mal Dampf ablassen. Es ist nichts wirklich wichtiges dabei, zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt; ich schliesse jedoch nich aus, das der Post eine Eigendynamik entwickeln könnte.

  • Das erste was mich gerade nervt, ist, dass es verdammt kalt ist in Hamburg. Warum muss es so kalt sein. Und wenn schon kalt, dann bitte schön mit Schnee und Sonne. Matschig, nass und kalt ist eine verdammt ungünstige Kombination.
  • GTA IV wird mit secuROM ausgeliefert… bye
  • VDSL von der Telekom gibt’s nur mit Entertain Paket… warum sollte irgendjemand 50mbit brauchen wenn nicht für INternet Fernsehen? Naja, liebe Telekom… setzen, nichts verstanden.
  • Ich find den Deckel von meiner Dose Pferdebalsam nicht..
  • Apropos Pferdebalsam… meine Wade hat immernoch nen Schaden.
  • Es gibt anscheinend keinen einfachen Weg iTunes Bibliotheken zwischen zwei PCs zu synchronisieren. Falls es einen einfachen Weg gibt, bin ich mir ziemlich sicher das es kein intelligenter ist.
  • Ich blick bei dem DB Car Sharing Angebot nicht durch… und ich brauchn Auto die nächsten Tage… Wenn jemand in Hamburg interesse daran hat mir ein Auto zu leihen, bitte!
  • Fussball Manager 09 stürzt regelmäßig alle zwei Spielwochen ab… da kauft man sich mal ein Spiel und es will nicht funzen… Ja, ich habe den Patch installiert.
  • Ich muss bis Freitag ein Essay schreiben. Eigentlich kein Problem aber ich hab keine Lust weiterzuschreiben grade.
  • Mir fällt nichts unwichtiges mehr ein was auf diese LIste kommen soll… die anderen Sachen sind so ernst.

Dann soll es das wohl gewesen sein… Bis dann…

Read more

13-Cent Obergrenze für Auslands-SMS?

Klingt gut, zumindest im Vergleich zu den zur Zeit geltenden Preisen von im Schnitt 29 Cent pro SMS. Aber mal ehrlich jeder Cent den man für eine SMS zahlt ist zuviel. Angesicht der winzigen Datenmengen die bei einer SMS versendet werden müssen ist jeder Preis eigentlich ein Gewinn für den Anbieter.

Diese sind natürlich in keinster Weise daran interessiert irgendwas an ihrere Preispolitik zu ändern. Ist ja auch klar, denn der SMS Markt lohnt sich!

Ich kann mit meinem Standard-O2 Vertrag für 2 Cent die Minute per UMTS ins Internet. Die Menge an Text die ich per E-Mail in dieser Minute senden kann ist ungleich größer als eine SMS.

Meiner Meinung nach, sollte diese Preisheuchelei einfach aufhören. SMS für UMME! Die tollen 120 FreiSMS Lockangebote sind bei der jetzigen Preispolitik eine win-loooooooooooooooooooooooooooose Situation im Anbieter-Kundenkampf…

[via golem.de]

Read more

E-Mail für Obama

Wenn man nicht länger als einige Sekunden darüber nachdenkt, erscheint es vollkommen irreal das es dem Präsident der USA nicht gestattet ist E-Mails zu benutzen. Oder noch eher warum es überhaupt einer Diskussion bedarf.

Verschwendet man einen weiteren Gedanken an das Problem, wird deutlich wie weitreichend es eigentlich ist. Es geht hier um ein hochsicheres Umfeld was für eine solche Person geschaffen werden muss – und seien wir mal ehrlich E-Mail ist nicht 100% sicher. Ausserdem kommt noch hinzu, dass der gesamte Internet- und E-Mailverkehr des Präsidenten archiviert und somit “Public Domain” wird, es geht also in öffentlichen Besitz über. Das heisst jeder, der dem Präsidenten eine E-Mail schreibt, muss damit rechnen, das alles geschrieben veröffentlicht werden muss. HIer ist es egal ob die Mail von seiner Frau, seiner Tochter oder sonst wem kommt.

E-Mail sollte also schon allein zum Schutz der “dem Präsidenten schreibenden” tabu sein. Obama will aber dennoch nicht auf seine “mobile Kommunikation” verzichten. Im Prinzip wird es ihm darum geben (meiner Meinung nach) eine Objektivere und ungefilterte Informationsquelle zu haben, als wenn er alle Informationen nur von seinen Beratern zugetragen kommen würde. Dadurch ist er im Zweifelsfall weniger leicht zu beeinflussen, da er beinahe jede Informationsquelle nutzen kann.

Daumen Hoch!

Quelle: heise.de

Read more