Posts Categorized: Gedanken

Hallo liebes GMail für Android warum magst du es nicht wenn ich Dokumente versenden will?

Ok, eines vorweg. Scheinbar ging das noch nie wirklich und ich habe es bisher nicht gemerkt. Ich weiß, das ist ein Argument ABER… Warum um alles in der Welt kann ich in GMail für Android nur Bilder und Videos anhängen? Wie bitte? Ich meine mal ehrlich ich glaube das es eine relativ grundlegende Funktion sein sollte. Insbesondere wenn man wie Google ein Business Paket anbietet das Firmen an GMail bindet. Wisst ihr was Firmen in E-Mails machen? SIE VERSENDEN DOKUMENTE!

Klar, ich kann schon über Umwege Dokumente anhängen aber wieso muss ich diesen Umweg gehen?

Für alle die es nicht wissen:

  1. Dokument in Drive auswählen
  2. Share/Teilen
  3. GMail wählen
  4. voilá eine leere E-Mail mit dem gewünschten Anhang

Ich musste aber nun eine E-Mail beantworten. Mit einem Dokument. Dokument!

Ich biete hier auf dem Blog immer gerne Lösungen zu solchen Problemen an, deshalb soll das hier zwischen all der Wut auch nicht zu kurz kommen. Es gibt im Play Store eine App namens Attachments. Mit dieser ist es möglich alle Arten von Dateien anzuhängen. Habe es selbst noch nicht probiert weil ich noch zu FASSUNGLOS bin, dass Google nicht daran denkt das Menschen DOKUMENTE versenden wollen. Phew, bin gleich wieder ruhig.

Die beste manuelle Lösung werde ich hier kommentarlos darlegen:

  1. Wende oben genannte Methode an um eine leere E-Mail mit einem Anhang zu erstellen.
  2. Speichere die E-Mail als Draft.
  3. Öffne die E-Mail die du beantworten musst und kopiere den Absender.
  4. Öffne deinen Draft und füge die E-Mail des Abenders ein.
  5. Speichere die E-Mail als Draft.
  6. Öffne die E-Mail die du beantworten musst und kopiere den Betreff.
  7. Öffne deinen Draft und füge den Betreff ein.
  8. Speichere die E-Mail als Draft.
  9. Öffne die E-Mail die du beantworten musst und kopiere den Nachrichtentext NACHDEM du auf antworten geklickt hast.
  10. Öffne deinen Draft und füge den Text ein.
  11. Senden.

Puh, das half. Super Lösung Seb.. super super Lösung….

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Urheberrecht *seufz*

Ich bin gerade über diesen höchst aktuellen Beitrag auf einen anderen etwas älteren gestoßen. Autor Paulo Coelho schreibt dort über seine Ansichten zum Thema S.O.P.A, den Stop Online Piracy Act. Besonders treffend finde ich zwei Zitate aus diesem Text die mir aus der Seele sprechen:

The good old days, when each idea had an owner, are gone forever.
First, because all anyone ever does is recycle the same four themes: a love story between two people, a love triangle, the struggle for power, and the story of a journey.
Second, because all writers want what they write to be read, whether in a newspaper, blog, pamphlet, or on a wall.

Das es hier natürlich nur um die Grundlegenden Elemente einer jeden guten Story geht ist klar, allerdings zeigt es sehr schön warum das Urheberrecht in der derzeitigen Form einfach veraltet ist. Eine Gesellschaft produziert Künstler die wiederum Kunst erschaffen (um das blöde Wort Produktion nicht nehmen zu müssen). Ich sehe es dann folglich ähnlich wie beim Thema der Reichensteuer. Niemand ist allein und rein aus eigener Kraft zu dem geworden was er ist. Die Gesellschaft und sein Umfeld haben ihm das ermöglicht (das gilt leider auch im Schlechten). Warum also sollte mein Werk so lange geschützt sein? Damit mein Grab später immer schöne Blumen bekommt und nicht verrottet? Das meine Kinder ausgesorgt haben? Nein, der einzige Grund ist, dass der Inhaber an meinen Werken auch weiterhin finanziell von diesem profitieren kann und das obwohl er eigentlich nur Verwertungsrechte haben sollte – er ist und soll ein Mittelsmann sein. Dieser Inhaber hat aber die Leistung die der Künstler erbracht hat eben nur gefördert und hat daher meiner Meinung nach kein Recht darauf zu profitieren wenn er nicht mehr in der Position als Vermittler zum Künstler steht. Der Punkt ist einfach jener: Der Nutzen für die Gesellschaft und die nachkommende Generation an Künstlern ist  viel größer wenn sie mit meinem Werk machen können was sie wollen. Vielleicht wird mein imaginärer Bestseller 30 Jahre nach meinem Tod von einem jungen Künstler aufgegriffen und es entsteht etwas neues. Vielleicht würde ich dieses Neue hassen. Trotzdem will ich das es möglich ist.

Klar will ich auch, dass es meinen imaginären Kindern gut geht und sie sich keine Sorgen machen müssen. Allerdings ist das meine imaginäre Aufgabe und nicht die meines Werkes. Wenn ich es zu meinen Lebzeiten nicht schaffe dafür zu sorgen dann ist das halt so. Da müssen  meine imaginären Kinder dann durch wenn Papa alles auf den Kopf gehauen hat.

Ui, jetzt bin ich ganz schön abgeschweift. Ich versuche dann mal wieder den Bogen zum großartigen Paulo Coehlo zu schlagen der mir so aus dem Herzen spricht:

‘Pirating’ can act as an introduction to an artist’s work. If you like his or her idea, then you will want to have it in your house; a good idea doesn’t need protection*.

The rest is either greed or ignorance

*Hervorhebung von mir

Ich will gar nicht alles umsonst haben. Darum geht es mir und vielen anderen in dieser Diskussion nicht. Ich sehe aber nicht ein, dass jemand ein Recht darauf fordert mit seinen Ideen Geld zu verdienen. Darauf kann es kein Recht geben. Das immer wiederkehrende Argument, dass Kunst stirbt wenn niemand dafür bezahlt ist eben auch nur maximal halb wahr. Wenn ich etwas allein aus dem Grund mache Geld zu verdienen und das klappt nicht, muss ich mir an die eigene Nase fassen. Die Musikindustrie z.B. bläht manche Künstler so stark auf und ermöglicht ihnen ein so schwindelerregendes Einkommen, dass es doch kein Wunder ist das viele kleine Künstler Probleme haben. Anders als eine digitale Kopie, sind die finanziellen Mittel einer Gesellschaft für Kunst Geld auszugeben endlich.

Es gibt Unmengen an Künstlern, Musikern, Autoren und Maurer die es verdient hätten für ihre Arbeit fair entlohnt zu werden. Aber was ist fair? Wie Paulo Coelho schon sagt: Wenn mir etwas so nahe geht, ich etwas so gerne habe, dann ist es mir eine innere Pflicht denjenigen dafür zu entlohnen. Leider, oder zum Glück(?), werden solche Werke selten von Menschen geschaffen die vor allem Geld mit dem verdienen wollen was sie tun. Da fehlt dann wohl einfach ein Quäntchen Realität.

PS: Obwohl Coelho immer wieder sagt “pirate all my books” habe ich bisher für jedes von ihm bezahlt. Komisch, ne?

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People of Earth

Ich habe dieses Video schon auf meinem englischen Blog gepostet bin aber der Meinung, dass ich dieses Video nicht oft genug posten kann. Deswegen das ganze auch nochmal hier. Informationen zu dem Video gibt es hier, es reicht aber auch einfach nur es anzuschauen.

YouTube Preview Image
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Wikileaks und wir

Ich hatte eigentlich früher damit gerechnet. Spätestens während der Enthüllungen der  ”Journalisten-Erschiessungs-Videos” hatte ich damit gerechnet das Wikileaks unter massiven Druck gerät. Aber jetzt haben wir endlich das, was Wikileaks vielleicht am meisten auszeichnet. Sie zeigen uns das wahre Gesicht derer die uns weismachen wollen das sie Recht haben, das sie wissen was sie tun und die angeblich alles nur tun um uns Bürger vor dieser grausamen Realität. zu schützen. Da werden Todesurteile ausgesprochen ohne auch nur einen Fitzel rechtliche Grundlage für eine solche Aussage zu haben. Da sitzt ein Mann wegen angeblicher, weil noch nicht bewiesener, Vergewaltigung in London im Gefängnis. Es scheint, als seien alle rechtlichen Voraussetzungen, die ein solches Vorgehen rechtfertigen würden, unwichtig. Es geht letztendlich darum die schmutzigen Geheimnisse des Establishments vor denen zu schützen die sie doch bitte wählen, nicht aber verstehen sollen.

Ich sage nicht, dass der Staat keine Geheimnisse haben darf. Es gibt sicher Situationen in denen es wichtig ist Dinge wie aktuelle Truppenbewegungen oder Vorbereitungen für Festnahmen zu schützen um sich möglich zu machen. Allerdings gibt es keine Entschuldigung dafür, Straftaten zu begehen, unmoralisch und gegen den Willen der Bevölkerung zu handeln und zum eigenen Schutz alles unter den Teppich zu kehren. Wenn die Bevölkerung nicht weiß, wie die Regierung handelt, kann sie keine fundierte Wahl treffen. Demokratische Wahlen werden zu einer Farce, die Demokratie selbst ist wertlos wenn die Welt nicht weiß was auf der Welt passiert.

Die bisher veröffentlichten Depeschen sind interessant und peinlich aber nicht gefährlich. Das vor allen anderen die US-Regierung so rigoros vorgeht beweist, das es hier nicht um die Wiederherstellung des eigenen Image geht, sondern das sie (endlich) langsam begreifen, dass sie was im Internet passiert nicht aufhalten können. Ich weiß, ich bin ein Internetmensch und ich sehe es vielleicht zu positiv. Aber was ich vor allem sehe ist eine enorme Kraft die uns von genau dieser Unwissenheit befreien kann, die all diese falschen und grausamen Entscheidungen die Regierungen in aller Welt fällen gefördert hat. Vielleicht ist es Naiv, aber ich bin der Meinung und Überzeugung, dass ein Irakkrieg nicht stattgefunden hätte, wenn die Weltbevölkerung aufgeklärt gewesen wäre. Es ist vielleicht eine Utopie zu glauben, dass Menschen in der Lage sind sich für Menschlichkeit und gegen Profitsucht entscheiden wenn sie die volle Tragweite eben dieser Entscheidungen kennen würden.

Ich will nicht beschützt werden vor Informationen. Wissen ist Macht und in einer demokratischen Welt geht die Macht vom Volke aus. Wie soll das funktionieren wenn uns dieses Wissen vorenthalten wird? Es funktioniert genau so wie es zur Zeit aussieht. Wie soll ich mich für eine Partei entscheiden, wenn ich die Probleme mit der sich diese Partei an der Regierung auseinandersetzen muss nicht kenne? Wikileaks ist eines von vielen Mitteln die uns mit Hilfe des Internets ermöglichen dieses Problem zu lösen. Vor allem zwingt Wikileaks die traditionellen Medien ihre wahre Aufgabe wieder zu entdecken. Ihr berichtet nicht darüber? Schön, dann müsst ihr euch gefallen lassen öffentlich bloßgestellt zu werden. Denn es gibt jetzt das Internet und die Kontrolle über was wer wo weiß liegt nicht mehr allein in der Kontrolle der klassischen Medien. Ja, brisante Informationen dieser Art müssen journalistisch und sorgfältig aufbereitet werden; es braucht aber im gleichen Maße die Öffentlichkeit um genau das zu erzwingen. Das geplante Vorgehen von Wikileaks-Ableger Openleaks halte ich für nur bedingt sinnvoll. Ich glaub die “Gefahr”, dass all diese Daten in roher Form allen zur Verfügung gestellt werden können, ist wichtig, um die Medienhäuser dazu zu zwingen auszuwerten und zu berichten.,

Das es hier um mehr geht als ein paar peinliche Enthüllungen über zwischenmenschliche Beziehungen von Machtsüchtigen, sondern um die Debatte der Meinungsfreiheit, haben mittlerweile auch die deutschen Publikationen verstanden. Wenn wir es nicht schaffen eine Umwelt zu schaffen, die es Plattformen wie Wikileaks ermöglicht zu operieren und damit auch das Internet selbst Zensurfrei zu halten, werden wir in Zukunft große Probleme bekommen. Man sieht bereits jetzt wie Regierungsstellen reagieren. So erlaubt die US-Luftwaffe keine Zugriffe auf die New York Times, den Guardian, die LeMonde und den Spiegel. Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits die möglichen Zensurmechanismen zu bekämpfen. Hier zeigt sich auch, wie wichtig der Kampf gegen die Netzsperren beim Thema Kinderpornographie wirklich war. Wenn es die Mechanismen gibt, werden sie auch benutzt. Beispiele gibt es genügend (Australien, Skandinavien, England).

Die taz hat zusammen mit anderen deutschen Publikationen und Zeitungen einen Appell geschrieben den ihr hier unterschreiben könnt. Es geht mal wieder darum eine Botschaft zu senden und zu zeigen, dass uns nicht alles egal ist, das unsere Generation mehr ist als Politikverdrossen und das wir sehr wohl wissen was auf dem Spiel steht.

Ich denke, dass “wir, die Internetbevölkerung” uns langsam bewusst werden was wir erreichen können. Das wir eine Plattform haben auf der jeder eine Stimme hat, die jeder lesen kann. Das Recht auf diese Form der Meinungsfreiheit die es reiner und umfassender noch nicht gegeben hat muss verteidigt werden und ich denke alle die nicht still sind, alle die einen Blog schreiben, alle die mit ihren Freunden über diese Themen sprechen, alle die Twittern, auf Facebook diskutieren dazu beitragen. Danke.

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Lärmbelästigung an der Uni Hamburg

Es ist mal wieder Zeit mich über meine Universität aufzuregen. Warum auch nicht? Bin schließlich Kunde (ob ich Recht habe oder nicht darf jeder selbst entscheiden).

Zur Erklärung was eigentlich passiert ist: während meines Seminars heute morgen zwischen 10 und 12 konnte man sein eigenes Wort kaum verstehen. Die netten Referenten vorne, hätten auch etwas vom Pferd(estall) erzählen können. Die ganze Zeit über fuhr ein Traktor unterhalb der Fenster um Laub aufzusammeln, aber, alleine war er natürlich nicht. Die üblichen Laubbläser kamen auch noch dazu. Man kann sich also vorstellen wie laut es war. Achja, das soll absolut kein rant gegen die Gärtner sein. Die können nichts dafür (hoffe ich). Ich verstehe nur nicht warum die Uni da nicht eine bessere Lösung finden kann, als diese Arbeiten in der Hauptseminarzeit durchführen zu lassen.

Vielleicht nehme ich das ganze ein wenig zu ernst, aber ich kann einfach nicht akzeptieren, dass so eine lernfeindliche Atmosphäre einfach hingenommen wird. Ich kann mir in meinem Leichtsinn auch nicht vorstellen, dass an anderen Universitäten ähnliche Zustände herrschen. Im Prinzip hätte ich mir das Seminar fast sparen können und das ist nicht wirklich Sinn der Sache, oder?

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