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Der Preis für den schlechtesten Satz

Ich wusste nicht, dass es einen solchen Preis gibt (immerhin habe ich ihn noch nicht bekommen *puh). Es handelt sich um den Bulwer-Lytton Preis für das schlecht Geschriebene. Allerdings wird über Vorschläge entschieden und nicht über wirkliche Literatur. Das Ziel ist es, sich den schlechtmöglichsten ersten Satz eines fiktiven Romans auszudenken.

Das klingt einfacher als es ist, bevor jetzt jemand denkt hier mal eben ein bisschen Geld zu verdienen (das bisschen ist nicht übertrieben, denn für den ersten Platz gibt es 250 Dollar), ist schief gewickelt. Wie man an der diesjährigen Gewinnerin sieht, steckt da schon eine Menge Klasse dahinter.

Hier der Gewinner diesen Jahres von Molly Ringle:

For the first month of Ricardo and Felicity’s affair, they greeted one another at every stolen rendezvous with a kiss–a lengthy, ravenous kiss, Ricardo lapping and sucking at Felicity’s mouth as if she were a giant cage-mounted water bottle and he were the world’s thirstiest gerbil.

Zum Vergleich der erste Gewinner des Wettbewerbs aus dem Jahr 1983:

The camel died quite suddenly on the second day, and Selena fretted sulkily and, buffing her already impeccable nails–not for the first time since the journey began–pondered snidely if this would dissolve into a vignette of minor inconveniences like all the other holidays spent with Basil.

–Gail Cain, San Francisco, California

Herrlicher Unfug! :)

Alle Gewinner in der Übersicht gibt es hier: http://www.bulwer-lytton.com/lyttony.htm

Bulwer-Lytton prize for bad writing goes to ‘inappropriate’ gerbil sentence | Books | guardian.co.uk.

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