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19/365 Johnny Haeusler, spreeblick.com

365sebsn.de: Wer bist du persönlich wenn du nicht vor dem Computer sitzt und bloggst oder podcastest?

Johnny Haeusler: Na wenn ich das tue, bin ich doch auch ich persönlich. Die Frage klingt, als würde man seine Persönlichkeit vor dem Bloggen an der Garderobe abgeben! Ich bin neben Blogger und Podcaster aber auch Vater, Gatte, Liebhaber, Freund, Musikhörer, Filmeschauer, Fleischesser, Leser, Teil zweier Unternehmen, Geek, Mitveranstalter einer Konferenz, fauler Sack, Quälgeist und Berliner. Und all das sehr gerne.

sebsn.de: Wo findet man deinen Blog und über welches Themengebiet bloggst du? Was bedeutet dein Blog für dich und was hat sich durch ihn verändert?

john_knattertonJohnny Haeusler: Spreeblick findet man unter spreeblick.com und ich blogge über alles Mögliche und Unmögliche, das ist sehr stimmungsabhängig, lässt sich aber ganz gut unter unseren Hauptkategorien Pop, Politik, Produkte und Positionen zusammenfassen. Spreeblick ist das, womit ich inzwischen meinen Lebensunterhalt verdiene, teilweise durch Werbung auf dem Blog, teilweise durch die Erstellung und/ oder Betreuung fremder Sites, teilweise durch die re:publica, ab und zu auch durch Vorträge. Ich habe vor Spreeblick eine Web-Agentur geleitet und davor ein Jahrzehnt lang Radio gemacht, davor von der Musik gelebt. Publizieren im Netz ist nicht so weit weg von all dem, man kann es gar als eine modernere Mischung sehen – der direkte Rückkanal ist neu, dennoch gibt es viele Parallelen.

sebsn.de: Was sind deiner Meinung nach die Eckpfeiler für einen erfolgreichen Blog wie Spreeblick?

Johnny Haeusler: Regelmäßigkeit, gute Texte, ein Gefühl für Themen, der Versuch, immer wieder selbst zu denken, und eine Portion Glück.

Ich glaube, die Bloglandschaft verändert sich dauernd, es gibt keine Erfolgsrezepte und schließlich definiert ja auch jeder “Erfolg” sehr individuell. Man kann sicher viel mit SEO erreichen, um Zugriffe auf eine Site zu erhöhen, eine inhaltliche Relevanz erhält sie dadurch aber noch lange nicht, hierfür sind – wie in allen Medien – gute Autoren und Themen gefragt.

Und natürlich muss man versuchen, den eigenen Ton, die eigene Linie oder auch die eigene Nische zu finden. Wenn man das will. Die meisten Blogs dienen, das behaupte ich einfach mal, nicht dem “Erfolg” durch Zugriffe oder maximale Umsätze, sondern der Befriedigung der eigenen Lust am Schreiben und Produzieren und am Füttern des eigenen Egos sowie dem Austausch mit einem gerne auch kleinen Zirkel von Lesern. Das ist das Tolle am Bloggen: Man kann es ohne wirtschaftlichen Druck und ohne Kosten einfach machen.

Wer weitere, auch kommerzielle Ziele hat, unterliegt in vielen Punkten kaum anderen Regeln als die alten Medien (mal von Google-Optimierung usw. abgesehen): Menschen wollen keine Zeit verschwenden. Sie wollen unterhalten und informiert werden und sie wollen Inhalte, die ihrem individuellen Qualitätsanspruch, wie hoch oder niedrig der auch immer sein mag, gerecht werden.

sebsn.de: Danke für das Interview! :)

Hier kannst du Johnny finden:

spreeblick.com
Twitter.com/spreeblick

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